Talentschmiede 

Küchenchef auf Zeit · Das Projekt Talentschmiede in der Kulisse erhöht Sozialkompetenz & praktisches Fachwissen der Auszubildenden 

Im Herbst 2015 haben wir das Projekt „Talentschmiede“ gestartet. Das übergreifende Ziel: Die Sozialkompetenz zu stärken und das praktische Fachwissen der angehenden Gastronomie-Fachleute zu erhöhen. Die jungen Menschen sollen frühzeitig Erfahrungen bezüglich der komplexen Abläufe sammeln – von der Planung bis hin zur wirtschaftlichen Abrechnung von Angeboten und Serviceleistungen.

Auf diese Weise wird die ohnehin schon hohe Praxisorientierung der Ausbildung bei der Bayer Gastronomie um einen weiteren Baustein ergänzt. „Dies macht die Absolventen noch fitter für den späteren Berufseinstieg – ganz gleich, wo sie ihren Berufsweg starten“, erklärt Geschäftsführer Sascha Witt. 

Zusammenhänge der Aufgabe erkennen

Für dieses Projekt hat die Bayer Gastronomie die „Kulisse“ im Leverkusener Erholungshaus ausgewählt: „Hier decken wir ein breites Spektrum ab. Es reicht vom Mittagstisch, à la carte-Geschäft bei Theater- und Konzertveranstaltungen über Konferenzaktivitäten bis hin zum Veranstaltungs- und Bankettmanagement. Auf diese Weise besteht eine hervorragende Möglichkeit, die Zusammenhänge der gastronomischen Aufgaben zu erkennen und praxisnah einzuüben. Zudem ist der Betrieb von seiner Größe überschaubar“, erklärt Sabine Müller, Leiterin Geschäftsbereich Sport & Kultur. 

In den Genuss der „Talentschmiede“ kommen alle Auszubildenden zu Hotelfachleuten und Systemgastronomen des 2. Lehrjahres sowie Restaurantfachleute und Köche des 2. und 3. Lehrjahres. Sie sollen dabei für kurze Zeit in Projekten oder der täglichen Arbeit in die Rolle eines Küchenchefs oder einer verantwortlichen Planerin schauen. 

„Wir schauen den Azubis im Hintergrund über die Schulter, lassen sie machen und greifen nur dann aktiv ein, wenn wirklich etwas schiefzugehen droht“, erklärt Küchenleiter Dirk Rummler. „Sicher ein Sprung ins kalte Wasser, aber der Lerneffekt hinsichtlich konzentrierten und verantwortungsvollen Arbeitens ist enorm hoch“, sagt er. 

Eigenen Fähigkeiten vertrauen

Finden auch die Azubis: „Am Anfang war ich schon ganz schön aufgeregt, ob ich alles hinbekommen würde. Aber im Nachhinein ist es gut, die Realität auf diese Weise kennen zu lernen. Man lernt im Team zu arbeiten und seinen eigenen Fähigkeiten zu vertrauen“, sagt Rebecca Wessel, Auszubildende zur Hotelfachfrau. 

Damit die jungen Leute optimal gefördert werden können, beginnt das Projekt zunächst mit einer Selbsteinschätzung. Auf dieser Grundlage legt der Betrieb individuelle Zielvereinbarungen fest. Sie berücksichtigen die Stärken und erkannte Schwächen. Laufend finden Projektgespräche statt, bei denen Gelungenes gelobt und Verbesserungsmöglichkeiten angesprochen werden. Das Erlernte und die Erfahrungen werden in einer Abschlussbesprechung zusammengetragen.

„Unser Ziel ist es, dass die Auszubildenden in den drei Monaten mit viel Motivation an die Arbeiten herangehen, auch einmal Rückschläge verkraften und mit Lust und viel Gelerntem den nächsten Schritten entgegensehen“, betont Sabine Müller.